Wie viel fehlt dir im Alter wirklich?
Trag deine echte Renteninformation ein und sieh deine Netto-Rente in heutiger Kaufkraft und die monatliche Lücke in Euro. Auf Basis der offiziellen Projektion der Bundesregierung, nach Kranken-, Pflegeversicherung und Steuern — inklusive Kapitalbedarf, Sparraten-Check und teilbarem Link.
Keine Anlageberatung. Alle Berechnungen sind unverbindliche Schätzungen auf Basis deiner Eingaben. Keine Renten-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Was ist das Sicherungsniveau — und warum ist „48 %“ nicht dein Niveau?
Das Sicherungsniveau vor Steuern vergleicht die Standardrente (45 Entgeltpunkte) mit dem Durchschnittslohn — beide netto vor Steuern. Es ist eine Relation zu den Löhnen, kein persönliches Rentenniveau und kein Kaufkraftmaß. Deine eigene Rente hängt an deinen Entgeltpunkten; die 48 % sagen nur, wie die Standardrente relativ zu den Löhnen steht. Sinkt das Niveau, während die Reallöhne steigen, kann deine reale Rente trotzdem wachsen.
Niveau ≠ Kaufkraft
Genau deshalb zeigt der Rechner beide Sichten: den Rentenwert nominal (was auf dem Rentenbescheid steht) und real in heutiger Kaufkraft (nach Abzug der Inflation). In der unteren Lohnvariante bleibt der reale Rentenwert nahezu konstant; in der mittleren Variante steigt er, weil das Reallohnwachstum die Niveau-Drift schlägt. Der Rechner versteckt nichts — du siehst beide Linien und kannst zwischen konservativem, mittlerem und optimistischem Szenario umschalten.
Woher kommen die Prognosezahlen?
Aus dem Rentenversicherungsbericht 2025 der Bundesregierung (BT-Drucksache 21/3080) — der offiziellen 15-Jahres-Vorausberechnung bis 2039. Wir übernehmen die mittlere Variante als Basis und die untere/obere Lohnvariante als konservatives/optimistisches Szenario. Nach 2039 koppeln wir die Rentenanpassung an Lohnwachstum und einen wählbaren Niveaupfad (u. a. das Bundesbank-Basisszenario mit ≈ 40,5 % im Jahr 2070). Anker ist der Ist-Rentenwert 42,52 € seit dem 1.7.2026.
KVdR, freiwillige GKV oder PKV?
In der KVdR (Pflichtversicherung der Rentner) zahlst du Beiträge nur auf die gesetzliche Rente — Depot-Entnahmen bleiben beitragsfrei. Sie setzt die 9/10-Vorversicherung voraus (in der zweiten Erwerbslebenshälfte zu 90 % gesetzlich versichert). Wer diese Vorversicherung nicht erfüllt, landet in der freiwilligen GKV — dort zählen Rente und der Gewinnanteil der Depot-Entnahme gemeinsam zur Beitragsbasis (mit Mindestbemessung und Beitragsbemessungsgrenze). Privat Versicherte (PKV) zahlen eine einkommensunabhängige Prämie und bekommen einen Zuschuss der Rentenversicherung (§ 106 SGB VI, 2026 = 8,75 % der Rente, max. halbe KV-Prämie). Der frühere Arbeitgeberanteil fällt weg — an seine Stelle tritt nur dieser meist kleinere Zuschuss. Depot-Entnahmen lösen in der PKV keine Beiträge aus.
Der PKV-Modus rechnet die reale Prämie zum Rentenbeginn (mit einstellbarer Dynamik über die Inflation) und zeigt als Warnsignal, wie hoch die Prämie mit 80/85 real wäre. Nicht modelliert: Beitragsentlastungstarife, Alterungsrückstellungs-Effekte und der Wegfall des 10-%-Zuschlags ab 60 — der Dynamik-Regler ist hier der Hebel.
Wie wird die Rente besteuert?
Nachgelagert: Für Rentenbeginn ab 2058 sind 100 % der Rente steuerpflichtig (davor weniger, +0,5 Prozentpunkte pro Jahr). Vom zu versteuernden Einkommen ziehen wir Werbungskosten- und Sonderausgaben-Pauschale sowie den vollen KV/PV-Beitrag ab und wenden den §-32a-Tarif (Fassung ab 2026) an. Kapitalerträge aus dem Depot laufen getrennt über die Abgeltungssteuer und tauchen im zu versteuernden Einkommen nicht auf.
Bewusste Vereinfachungen
- Jahres-Snapshot zum Rentenbeginn, alles real — keine Jahr-für-Jahr-Simulation der Rentenphase.
- Rentenfreibetrag und Tarif-Eckwerte real konstant → Steuer in späten Rentenjahren leicht unterschätzt.
- Sozialversicherungs-Rechengrößen (BBG, Mindestbemessung, Zusatzbeitrag) auf Stand 2026.
- Ein-Personen-Modell; „verheiratet“ nur als Splitting-Tarif auf eine Rente.
- Keine Betriebsrente/Riester/Rürup, kein Grundrentenzuschlag, keine Erwerbsminderung.
- Rentenanpassung modellhaft an Löhne × Niveaupfad gekoppelt; Beitragssatz-Effekte im Niveau vernachlässigt.
- Regelaltersgrenze nach geltendem Recht; politische Änderungen nicht vorweggenommen.
Häufige Fragen
Welche Werte trage ich aus dem DRV-Brief ein?
Zwei Beträge: die „bislang erreichte Rentenanwartschaft“ und die „künftige Regelaltersrente“ — Letztere in der Variante ohne Rentenanpassungen. Die 1-%- und 2-%-Hochrechnungen aus dem Brief NICHT übernehmen: Genau diese Hochrechnung ersetzen wir durch die offizielle Projektion.
Was ist der Beitragsstopp?
Der FIRE-Hebel. Wer früh aufhört zu arbeiten, sammelt danach keine Entgeltpunkte mehr. Der DRV-Brief unterstellt konstante Einzahlung bis 67 — mit dem Feld „Ich zahle nur bis Alter X“ rechnen wir die Entgeltpunkte linear auf deinen tatsächlichen Beitragsstopp herunter.
Wie schließe ich die Lücke?
Über dein Depot. Der Rechner ermittelt den Kapitalbedarf zum Rentenbeginn (per sicherer Entnahmerate oder Kapitalverzehr bis 90) und prüft, ob dein vorhandenes Depot plus deine Sparrate ihn bis dahin erreichen — inklusive Abgeltungssteuer und, bei freiwilliger GKV, Krankenversicherung auf die Entnahmen.
Was ist mit der Zeit VOR der Rente?
Die Brücke (früh in Rente, gesetzliche Rente erst ab 67) rechnet der Coast-FIRE-Rechner. Für das Pfadrisiko in der Entnahmephase (Reihenfolge der Börsenjahre) hilft der Entnahmestrategie-Simulator. Dieser Rechner betrachtet die Zeit ab Rentenbeginn.