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Begleitrechnung zum Video

Spardosen-GmbH mit ETF: alle Rechenwege

Die Rechnungen zum Video „Trade Republic GmbH: Ab wann lohnt sie sich wirklich?“ auf FIRE Germany. Die kurzen Rechenwege kannst du mit dem Taschenrechner prüfen. Die Ergebnisse über mehrere Jahrzehnte stammen aus einer Jahressimulation; die Jahreswerte des ETF-Basisfalls stehen weiter unten. Alle Beträge sind Modellwerte, keine Prognosen.

Welche Fälle verglichen werden

FallAusgangspunktAnlage und LaufzeitGemessener Endpunkt
ETF-Basisfall500.000 € vorhandenes Privatgeldthesaurierender Welt-Aktien-ETF, 20 Jahrevollständige Auszahlung nach Steuern und Auflösung
Frührente mit ETFgleiche Einmalanlage20 Jahre Ansparen, danach 30 Jahre Entnahmemonatlicher privater Betrag in Kaufkraft am Modellstart
Einzelaktienvorhandenes Privatgeldjährlich umgeschichtet, 20 Jahre Ansparen und 30 Jahre Entnahmeprivater Monatszufluss; GmbH-Stammkapital bleibt gebunden
Erben500.000 € eines alleinstehenden ElternteilsWelt-ETF, Erbfall nach 30 Jahren, 2 Kinderprivat verfügbares Geld nach Steuern und Verkauf/Auflösung
Bestehende Firmajedes Jahr neuer freier Firmengewinn vor UnternehmenssteuernGeld über 20 oder 30 Jahre anlegenprivate Auszahlung ohne verbleibendes Stammkapital
Selbständige ohne GmbHzusätzlicher Jahresgewinn neben 80.000 € zu versteuerndem Basiseinkommenneue operative GmbH plus Holdinggesonderter Vergleich nach Mehrkosten und privater Auszahlung

Eine Depotgrenze ist kein Jahresgewinn und kein Monatsbetrag. Die verschiedenen Einheiten sind deshalb überall ausdrücklich beschriftet.

Annahmen des ETF-Basisfalls

AnnahmeWert
Einmalanlage500.000 € am Modellstart, keine schon vorhandenen Kursgewinne
ETFthesaurierender Welt-Aktienfonds
Rendite nach Fondskostenkonstant 7 % pro Jahr, keine Crash-Reihenfolge
Laufzeit20 Jahre, Modellstart 01.01.2027
VorabpauschaleBasiszins 3,2 % konstant fortgeführt; Begrenzung durch Jahresertrag, Ausschüttungen und Anrechnung beim Verkauf berücksichtigt
Privat26,375 % Abgeltungsteuer inkl. Soli, 30 % Teilfreistellung, 1.000 € Sparer-Pauschbetrag, keine Kirchensteuer
GmbHKörperschaftsteuer inkl. Soli plus Gewerbesteuer mit Hebesatz 400 %
Körperschaftsteuer15 % bis 2027, danach jährlich 1 Prozentpunkt weniger, ab 2032 10 %, jeweils zzgl. Soli
Fondsfreistellungen GmbH80 % für Körperschaftsteuer, 40 % für Gewerbesteuer; Kosten entsprechend anteilig abziehbar
GmbH-Gründung1.500 € am Anfang
Laufende GmbH-Kosten2.500 € im ersten Jahr, jährlich 2 % Kostensteigerung (Modellannahme, Belege unten)
Auflösung2.500 € am Ende (Notar, Register, Liquidationsabschlüsse; Modellannahme)
Finanzierung GmbH25.000 € Stammkapital und 475.000 € zinsloses Gesellschafterdarlehen
Auszahlung im BasisfallDarlehen zurückzahlen, Gewinne nach Abgeltungsteuer ausschütten, auflösen, Stammkapital zurückzahlen
Inflation im Entnahmevergleich2 %; Monatsbeträge auf Kaufkraft am Modellstart zurückgerechnet

Rendite, fortgeführter Basiszins, Kostenentwicklung und die langfristige Fortschreibung der Steuerregeln sind Annahmen. Die beschlossene Körperschaftsteuersenkung ist eingerechnet. Das Modell rechnet unterjährig mit ETF-Anteilen; Steuer- und Kostenabflüsse werden an vereinfachten Jahresstichtagen abgebildet. Krankenversicherung, weitere Einkünfte oder Rente und eigene Verwaltungszeit gehören nicht zum Basisvergleich.

Woher die ETF-Steuersätze kommen

Privat sind 30 % frei, also 70 % steuerpflichtig:

70 % × 26,375 % = 18,4625 % auf den ETF-Ertrag (vor Freibeträgen)

In der GmbH werden die beiden Steuern getrennt gerechnet:

BestandteilRechnungErgebnis
Körperschaftsteuer inkl. Soli auf den steuerpflichtigen Anteil20 % × 15,825 %3,165 %
Gewerbesteuer auf den steuerpflichtigen Anteil60 % × 14 %8,4 %
Zusammen3,165 % + 8,4 %11,565 %
Langfristig nach KSt-Senkung20 % × 10,55 % + 60 % × 14 %10,51 %

Die Teilfreistellungen stehen in § 20 InvStG, die Körperschaftsteuersätze in § 23 KStG. Die oft zitierten 1,5 % gelten dagegen für Gewinne aus Einzelaktien (95 % steuerfrei nach § 8b KStG, 5 % × 29,825 % = 1,49125 %), nicht für einen Aktien-ETF.

Ein vereinfachtes Steuerjahr zum Mitrechnen

Isolierte Beispielrechnung: Auf beiden Seiten steht ein ETF-Anfangswert von 500.000 €. Gründungskosten, Zahlungsverschiebung ins Folgejahr und zusätzliche Verkäufe zur Steuerfinanzierung sind für diese Erklärung ausgeblendet. Die genaue Jahresfolge steht bei den Jahreswerten.

Privat

SchrittRechnungErgebnis
Angenommener Jahresertrag500.000 € × 7 %35.000,00 €
Basisertrag (bei diesem Zuwachs nicht begrenzt)500.000 € × 3,2 % × 70 %11.200,00 €
Keine Ausschüttung11.200 € − 0 €11.200,00 € Vorabpauschale
Nach Teilfreistellung steuerpflichtig11.200 € × 70 %7.840,00 €
Noch freier Pauschbetrag7.840 € − 1.000 €6.840,00 €
Steuer inkl. Soli6.840 € × 26,375 %1.804,05 €

Die 11.200 € sind angesetzter Ertrag, keine Steuer. Die beiden 70-%-Faktoren haben unterschiedliche Gründe: erst die Basisertragsformel, danach die Teilfreistellung. Ausschüttungen und die tatsächliche Wertentwicklung können die Vorabpauschale verringern oder entfallen lassen. Beim Verkauf werden bereits angesetzte Vorabpauschalen vom Veräußerungsgewinn abgezogen (§ 18 InvStG, § 19 InvStG). Der Basiszins von 3,2 % entspricht dem BMF-Wert für 2026 und wird für spätere Jahre als Annahme fortgeführt.

GmbH

In dieser isolierten Darstellung sind die 2.500 € Kosten vollständig den ETF-Erträgen zugeordnet. Erträge und Kosten werden deshalb nach denselben Anteilen gekürzt:

SteuerRechnungErgebnis
Körperschaftsteuer und Soli(11.200 € − 2.500 €) × 20 % × 15,825 %275,355 €
Gewerbesteuer(11.200 € − 2.500 €) × 60 % × 14 %730,80 €
Steuer insgesamt (auf Cent gerundet)275,355 € + 730,80 €1.006,16 €
Plus Verwaltungskosten1.006,16 € + 2.500 €3.506,16 €

Kurzform für genau diesen Fall: (11.200 − 2.500) × 11,565 %. Das ist keine allgemeine Regel für beliebige GmbH-Ausgaben. Zum anteiligen Kostenabzug: § 21 InvStG.

Die Faustformel der Ratgeber

Hier wird das kritisierte vereinfachte Verfahren nachgebaut, nicht das Langfristmodell ersetzt. Es unterstellt die jährliche Besteuerung der gesamten Rendite und zählt nur den laufenden Vorteil innerhalb der GmbH.

  1. Steuerdifferenz: 18,4625 % − 11,565 % = 6,8975 Prozentpunkte
  2. Bei 100.000 € Depot und 7 % Rendite entstehen 7.000 € Jahresertrag.
  3. Rechnerische Steuerersparnis: 7.000 € × 6,8975 % = 482,825 €
  4. Bezogen aufs Depot: 482,825 € ÷ 100.000 € = 0,482825 %
  5. Kostendeckung: Jahreskosten ÷ 0,00482825 = erforderliches Depot laut Faustformel
JahreskostenRechnerische Depotgrenze
714 €147.880 €
2.500 €517.786 €
5.000 €1.035.572 €

Beim gehaltenen ETF wird aber nicht jedes Jahr die gesamte Rendite versteuert, und die spätere private Auszahlung fehlt. Die Formel enthält bereits die ETF-Steuersätze; die Verwechslung mit den 1,5 % für Einzelaktien ist nicht ihr Fehler. 714 € entsprechen dem günstigsten dokumentierten Paket (Fideus Holding Lite brutto) für eine Bilanzsumme bis 150.000 €, also kein Angebot für beliebig große Depots.

Die zweite Steuer bei 100 € Gewinn

Langfristiger GmbH-Satz, vollständige Gewinnausschüttung mit Abgeltungsteuer, ohne Kosten und Freibeträge:

SchrittPrivatdepotÜber die GmbH
ETF-Gewinn100,00 €100,00 €
Steuer auf ETF-Ertrag18,4625 €10,51 €
Verbleibender Gewinn81,5375 €89,49 €
Zusätzliche Ausschüttungsteuer–89,49 € × 26,375 % = 23,60 €
Privat verfügbar81,54 €65,89 €

10,51 % + (1 − 10,51 %) × 26,375 % = 34,1129875 % Gesamtsteuer über die GmbH

Die beiden Steuersätze werden also nicht einfach addiert. Die ursprüngliche Einlage ist in diesen 100 € Gewinn nicht enthalten. Die Rechnung sagt noch nicht, ob die GmbH mit ihrem vorübergehenden Mehrkapital genug zusätzliche Rendite erwirtschaftet. Dafür braucht es den Vergleich über die Laufzeit.

Endabrechnung nach 20 Jahren

Vor der privaten Auszahlung liegt die GmbH um 16.253,96 € vorn. Dann folgt diese Abrechnung:

ZeileBetrag
Vermögen in der GmbH nach Fondssteuern, vor Auflösungskosten und privater Steuer1.648.499,10 €
Auflösungskosten−2.500,00 €
Vermögen vor privater Steuer1.645.999,10 €
darin: Darlehensrückzahlung475.000,00 €
darin: Rückzahlung Stammkapital25.000,00 €
darin: Gewinnausschüttung1.145.999,10 €
abzüglich Sparer-Pauschbetrag−1.000,00 €
Steuerpflichtige Gewinnausschüttung1.144.999,10 €
Steuer auf die Ausschüttung (× 26,375 %)−301.993,51 €
Privat verfügbar über die GmbH1.344.005,59 €
Privatdepot nach Verkaufsteuer1.632.245,14 €
Nachteil über die GmbH288.240 €

Die drei „darin“-Zeilen teilen das Vermögen auf; sie werden nicht zusätzlich abgezogen. Darlehen und Stammkapital kommen ohne Ausschüttungsteuer zurück. Rundungen können bei der Subtraktion dargestellter Endwerte 1 Cent beziehungsweise 1 Euro Abweichung ergeben (ungerundet: Differenz 288.239,56 €).

Monatlich vom Depot leben

Nach 20 Jahren Ansparen werden 30 Jahre lang monatliche Beträge entnommen. Das Modell setzt einen Betrag an, schreibt das Restvermögen Monat für Monat fort und passt die Entnahme so an, dass sie bis zum Ende reicht; Erträge und Kapital werden verbraucht. Gezeigt wird die Kaufkraft am Modellstart.

500.000 € Startkapital, alleinstehendMonatlicher Betrag
Privatdepot5.738 €
GmbH-Weg5.119 €
GmbH gegenüber privat−10,8 %

Keine weiteren Einkünfte. Privat wird die günstigere Besteuerung berücksichtigt; bei der GmbH die günstigsten geprüften Besteuerungs- und Auszahlungsvarianten. Gebundenes Stammkapital zählt nicht als private Auszahlung. Krankenversicherung fehlt (dazu der GKV-/PKV-Vergleich). Die konstante Rendite bildet keine Krisenfolge ab; die Beträge sind keine sichere Entnahmeempfehlung.

Firmengewinn und Holding

Die erste Ausschüttung aus einer bestehenden Firma, Schritt für Schritt:

SchrittRechnungErgebnis
Freier Firmengewinn vor UnternehmenssteuernAusgangswert100.000,00 €
Nach Unternehmenssteuern100.000 € × (1 − 29,825 %)70.175,00 €
Direkt an dich ausgeschüttet70.175 € × (1 − 26,375 %)51.666,34 €
Holding: steuerpflichtige 5 % der Beteiligungserträge70.175 € × 5 %3.508,75 €
Nach zugeordneten Verwaltungskosten3.508,75 € − 3.000 €508,75 €
Holdingsteuer508,75 € × 29,825 %151,73 €
In der Holding zum Anlegen70.175 € − 3.000 € − 151,73 €67.023,27 €

Die Verwaltungskosten werden einmal bezahlt und senken zugleich die steuerliche Bemessungsgrundlage. Die 67.023,27 € sind noch kein privater Endvorteil. Die 95-%-Systematik für Beteiligungserträge ergibt sich aus § 8b KStG, unter den Voraussetzungen des jeweiligen Steuerfalls.

Zusatzfälle

Diese Tabellen halten die im Video verkürzten Fälle verfügbar. Die Schwellen sind Ergebnisse bestimmter Modelle, keine allgemein gültigen Grenzen.

Bestehende Firma: benötigter freier Jahresgewinn vor Unternehmenssteuern

Anlage20 Jahre30 Jahre
ETF halten167.462 €92.767 €
Einzelaktien jährlich umschichten42.134 €22.375 €

Jährliche neue Gewinne, 3.000 € anfängliche Holdingkosten mit 2 % jährlicher Steigerung, 2.000 € Gründungskosten und 25.000 € Stammkapital. Der Privatweg bekommt dasselbe zusätzliche Anfangsbudget von 27.000 €. Gezählt wird nur die private Auszahlung ohne verbleibendes Stammkapital. Annahmen dieser Unternehmerrechnungen: 5 % Kurswachstum plus 2 % Ausschüttung beziehungsweise Dividende pro Jahr, keine Verlustfolge, Hebesatz 400 %, beschlossene Körperschaftsteuersenkung, Neuzufluss am Jahresende, kein zusätzlicher Sparer-Pauschbetrag; die Vorabpauschale wird vereinfacht am Jahresende erfasst. Im Holdingmodell wird die Hälfte der Kosten dem Fonds zugeordnet, die andere Hälfte der Beteiligungsverwaltung.

Gegenvergleich direkt in der bestehenden Firma (älteres Jahresmodell mit ausschüttendem ETF): Bei 100.000 € freiem Jahresgewinn und 20 Jahren endet die Direktanlage in der Firma bei 2.174.841 €, die zusätzliche Holding bei 2.065.064 €, also 109.778 € mehr ohne Holding. Auch nach 30 Jahren liegt die Direktanlage in allen geprüften Zeilen vorn. Eine Holding braucht deshalb einen weiteren Grund, etwa einen späteren Verkauf der Firma.

Selbständig ohne GmbH: zusätzlicher jährlicher Gewinn

80.000 € zu versteuerndes Basiseinkommen, zusätzlich 4.500 € operative Kosten und 3.000 € Holdingkosten, neue operative GmbH plus Holding. Angegeben ist der erste positive Fall im 100-€-Raster.

Anlage20 Jahre30 Jahre
ETF halten285.500 €209.300 €
Einzelaktien jährlich umschichten87.800 €47.800 €

Einzelaktien: zwei verschiedene Auszahlungen

ModellStartkapital beim errechneten Vorteil
20 Jahre ansparen, 30 Jahre monatlich entnehmen220.077 €
Nach 30 Jahren ausschütten, verbleibendes Stammkapital nicht mitgezählt394.782 €

Die Zeilen sind nicht dieselbe Rechnung. Annahmen: 5 % Kurswachstum plus 2 % Dividende, jährliches vollständiges Umschichten, keine Verlustjahre. Verluste aus Einzelaktien (in der GmbH steuerlich nicht abziehbar) und abweichende Dividendenanteile verändern die Einordnung.

ETF-Trading: jedes Jahr vollständig verkaufen und wieder anlegen

Im Video als Hebel-ETF-Beispiel genannt: 18 % konstant, 30 Jahre, ab 293.367 € Startkapital.

Konstante Rendite20 Jahre30 Jahre
15 %kein Vorteil bis 20 Mio. €ab 1.482.582 € Startkapital
18 %kein Vorteil bis 20 Mio. €ab 293.367 € Startkapital
20 %kein Vorteil bis 20 Mio. €ab 177.766 € Startkapital

Aktienfonds-Status vorausgesetzt. Kein Test einer realen 200-Tage-Strategie: Verlustjahre, Fehlsignale und Cash-Phasen fehlen. Ein zusätzlicher 14,5-%-Fall ist ab rund 3,39 Mio. € nach 30 Jahren positiv. Bei 7 % Rendite und 500.000 € Startkapital ergibt 10 % jährliches Umschichten nach 30 Jahren einen Nachteil von 506.894 € statt 625.078 € beim Halten.

Vererben

500.000 € Startkapital, Erbfall nach 30 JahrenPrivatdepotGmbH
Erbschaftsteuer im Modell494.646 €473.062 €
Privat verfügbar nach Verkauf/Auflösung durch die Kinder2.537.814 €1.934.320 €

Die GmbH-Seite zahlt 21.584 € weniger Erbschaftsteuer, liefert aber nach Auszahlung 603.494 € weniger privates Geld. Nach weiteren 20 Jahren Anlage bei den Kindern beträgt der Nachteil 1.992.002 €. Annahmen: alleinstehendes Elternteil, 2 Kinder zu gleichen Teilen, 400.000 € Freibetrag je Kind, Steuerklasse I, Erbfallkostenpauschale 15.000 €, keine Betriebsvermögensbegünstigung, unveränderte Erbschaftsteuerregeln; die Kinder übernehmen die Anschaffungskosten, § 35b EStG ist nicht berücksichtigt. Mit zwei Erben ist die GmbH außerdem keine Gesellschaft mit Alleineigentümer mehr.

Besonders günstiger ETF-Rechentest

Paar, 30 Jahre Ansparen plus 30 Jahre Entnahme, 1.200 € anfängliche Jahreskosten, Hebesatz 280 %, Basiszins 4,5 %, voller Kostenabzug als zusätzliche günstige Sensitivität.

StartkapitalMonatlich privatMonatlich GmbHUnterschied
500.000 €8.745 €8.641 €−1,2 %
1.000.000 €16.298 €16.587 €+1,8 %
2.000.000 €32.230 €31.412 €−2,5 %

Der volle Kostenabzug ist für ETF-bezogene Kosten nicht frei wählbar. Diese Kombination ist ein Rechentest, kein nachgewiesener praktischer Ausnahmefall, und die drei Punkte bestimmen keine exakten Grenzen eines positiven Bereichs.

Jahreswerte des ETF-Basisfalls

Die Spalte „angesetzte Vorabpauschale“ ist die im jeweiligen Jahr zugeflossene Pauschale des Vorjahres. Fondssteuern werden vereinfacht am Jahresende bezahlt; Verkäufe zur Finanzierung von Steuer und Kosten können weitere steuerpflichtige Gewinne auslösen. Am Ende des 20. Jahres wird das gesamte Depot verkauft.

Warum das erste Jahr anders aussieht als das Beispieljahr oben: Privat wachsen 500.000 € zunächst auf 535.000 €; die erste Vorabpauschale wird erst im Folgejahr besteuert. Bei der GmbH gehen zuerst 1.500 € Gründung ab: 498.500 € × 1,07 − 2.500 € = 530.895 €. In den Jahren 1 bis 19 zahlt die GmbH jedes Jahr mehr Fondssteuer plus Kosten als das Privatdepot. Im Verkaufsjahr 20 zahlt das Privatdepot 182.234,88 € Fondssteuer, die GmbH 99.655,00 €. Daraus entsteht der Vorsprung von 16.253,96 € vor der privaten Auszahlung.

▸Privatdepot: alle 20 Jahre anzeigen
JahrAngesetzte VorabpauschaleFondssteuer im JahrKosten im JahrVermögen am Jahresende
1 (2027)0,00 €0,00 €0,00 €535.000,00 €
2 (2028)11.200,00 €1.840,41 €0,00 €570.609,59 €
3 (2029)11.945,47 €1.995,42 €0,00 €608.556,85 €
4 (2030)12.739,88 €2.161,03 €0,00 €648.994,80 €
5 (2031)13.586,43 €2.337,92 €0,00 €692.086,51 €
6 (2032)14.488,54 €2.526,81 €0,00 €738.005,76 €
7 (2033)15.449,84 €2.728,45 €0,00 €786.937,71 €
8 (2034)16.474,21 €2.943,65 €0,00 €839.079,70 €
9 (2035)17.565,78 €3.173,29 €0,00 €894.641,99 €
10 (2036)18.728,95 €3.418,29 €0,00 €953.848,65 €
11 (2037)19.968,42 €3.679,63 €0,00 €1.016.938,42 €
12 (2038)21.289,18 €3.958,36 €0,00 €1.084.165,75 €
13 (2039)22.696,55 €4.255,62 €0,00 €1.155.801,74 €
14 (2040)24.196,22 €4.572,58 €0,00 €1.232.135,27 €
15 (2041)25.794,23 €4.910,54 €0,00 €1.313.474,20 €
16 (2042)27.497,03 €5.270,84 €0,00 €1.400.146,56 €
17 (2043)29.311,48 €5.654,94 €0,00 €1.492.501,88 €
18 (2044)31.244,90 €6.064,37 €0,00 €1.590.912,64 €
19 (2045)33.305,09 €6.500,80 €0,00 €1.695.775,73 €
20 (2046)35.500,35 €182.234,88 €0,00 €1.632.245,14 €
▸GmbH vor privater Ausschüttungsteuer: alle 20 Jahre anzeigen
JahrAngesetzte VorabpauschaleFondssteuer im JahrKosten im JahrVermögen am Jahresende
1 (2027)0,00 €0,00 €4.000,00 €530.895,00 €
2 (2028)11.114,06 €574,73 €2.550,00 €564.932,92 €
3 (2029)11.826,63 €1.087,97 €2.601,00 €600.789,25 €
4 (2030)12.577,27 €1.160,87 €2.653,02 €639.030,61 €
5 (2031)13.377,84 €1.235,44 €2.706,08 €679.821,24 €
6 (2032)14.231,77 €1.311,72 €2.760,20 €723.336,80 €
7 (2033)15.142,75 €1.419,09 €2.815,41 €769.735,88 €
8 (2034)16.114,10 €1.533,05 €2.871,71 €819.212,63 €
9 (2035)17.149,87 €1.654,07 €2.929,15 €871.974,30 €
10 (2036)18.254,42 €1.782,64 €2.987,73 €928.242,13 €
11 (2037)19.432,36 €1.919,30 €3.047,49 €988.252,29 €
12 (2038)20.688,65 €2.064,61 €3.108,44 €1.052.256,89 €
13 (2039)22.028,56 €2.219,18 €3.170,60 €1.120.525,09 €
14 (2040)23.457,72 €2.383,65 €3.234,02 €1.193.344,18 €
15 (2041)24.982,16 €2.558,71 €3.298,70 €1.271.020,86 €
16 (2042)26.608,29 €2.745,09 €3.364,67 €1.353.882,56 €
17 (2043)28.342,96 €2.943,57 €3.431,96 €1.442.278,80 €
18 (2044)30.193,50 €3.155,00 €3.500,60 €1.536.582,71 €
19 (2045)32.167,71 €3.380,25 €3.570,62 €1.637.192,64 €
20 (2046)34.273,94 €99.655,00 €6.142,03 €1.645.999,10 €

Die letzte GmbH-Zeile enthält bereits die Auflösungskosten, aber noch nicht die private Ausschüttungsteuer; erst danach entsteht der Betrag aus der Endabrechnung. Beim Privatdepot ist die letzte Zeile bereits nach Verkaufsteuer.

Was eine Spardosen-GmbH im Jahr kostet

Die 2.500 € im Modell sind eine Annahme aus der Mitte der Spannen, die Anbieter und Ratgeber nennen. Pakete aus einer Hand gelten meist nur für kleine, ruhige Gesellschaften; klassisch beim Steuerberater liegen die Kosten deutlich höher.

QuelleLaufende Kosten pro JahrArt
Resolviodigital ca. 555–830 €; beim Steuerberater ca. 1.225–3.450 €Paket + Spanne
FideusHolding Lite ab 600 € netto (bis 150.000 € Bilanzsumme), Pro ab 1.450 € netto; nach Gebührenordnung 1.107–5.187 € bruttoPaket + StBVV
F+P Holding-Verwaltung750 € nettoPaket
b’steuern Holding-Paketab 65 € netto/Monat, Onboarding 399 € nettoPaket
AktienRenteRechner1.500–3.000 €Ratgeber
etf.capitalca. 2.000–3.500 €Ratgeber
JS Advisors3.000–8.000 €Ratgeber/Berater
Jakob Brilz„konservativ“ 3.000–8.000 €Ratgeber/Berater

Für das Ergebnis ändert das wenig: Auch mit 714 € im Jahr gibt es im ETF-Basisfall mit Auszahlung keine Schwelle bis 20 Mio. € (500.000 €: −234.839 € nach 20 Jahren).

Quellen

Die Schwellen „ab X €“ aus den Ratgebern

QuelleGenannte SchwelleAuszahlung eingerechnet?
AktienRenteRechner: Spardosen-GmbH für ETFsab ca. 150.000–200.000 € ETF-Kapitalnein
AktienRenteRechner: ETF kaufen als GmbHab ca. 100.000–150.000 €erwähnt, nicht gerechnet
experte.deab 150.000 €erwähnt, nicht gerechnet
etf.capitalab ca. 200.000 € (kann), ab ca. 500.000 € (meistens), Einzelaktiennein
JS Advisorsmind. 500.000 €, besser 750.000–1 Mio. €nein
WePublicuab ca. 500.000 €nein
Eichhorn Coaching50.000 / 100.000 / 500.000 €keine Rechnung
Jakob Brilzmittleres sechs- bis unteres siebenstelliges Vermögennein
Steuernautab ca. 50.000 € und 10 Jahrennein
finanzcoach.orgab 50.000–100.000 € wiederangelegtem Gewinn pro Jahrerwähnt, nicht gerechnet
T. Staat (Steuerberater)Einzelaktien ca. 520.000 € bei 10 % Rendite, sonst bis 3,1 Mio. €ja
DIY Investor250.000 € nach ca. 17 Jahren (Aktien)ja
Fideuskeine; ETF-Depot ungeeignetja

Angebot und Berichterstattung

Keine Steuer- oder Anlageberatung. Das ist meine Modellrechnung mit den genannten Annahmen. Deine Situation (Kirchensteuer, Hebesatz, weitere Einkünfte, Kosten deines Steuerberaters) kann das Ergebnis verschieben. Vor einer GmbH-Gründung gehört eine Steuerberatung dazu.